VIOLET

Die Wasserhexe und der Totengott

Dilogie

Urban Fantasy Entwicklungsroman | Genre Romance und Suspense

Von I. B. Zimmermann

Berlin ist in einem schlechten Zustand: Die ganze Stadt versinkt in Untoten.

Während die Normalsterblichen wenig davon mitbekommen, ist der thaumaturgische Notdienst völlig überlastet.
Die Hexe Violet steht kurz vor einem Burn-out. Die täglichen Strapazen zwischen magischen Notfällen und ihrem Job als Betreuerin für Übernatürliche haben sie zerfressen. Ein Bezirkswechsel und der damit einhergehende Umzug zu ihrer Wahlfamilie sollten der Ausweg sein, aber nun muss sie zugeben, dass sie ihre Grenzen längst überschritten hat.

Gerade als sie den Entschluss fasst, ihre Wassermagie endlich einmal zum Löschen der eigenen Brände zu nutzen, geht die Welt ihrer besten Freundin in Flammen auf. Violet hat oft verloren, in vielen ihrer Leben, und immer bis zum Ende gekämpft. Aber nun scheint sie nicht länger die Kraft dafür zu besitzen.

Gegen jede Regel bittet Violet die Göttlichen um Hilfe – und schmiedet ausgerechnet mit dem Totengott Thanatos einen Pakt. Während sie versucht, das Schicksal ihrer Freundin zum Guten zu wenden, geraten die Untoten Berlins endgültig außer Kontrolle. Völlig unerwartet könnte Violets Pakt mit dem Tod die einzige Chance sein, um die Stadt vor dem Untergang zu retten.

Wie gut, dass der griechische Gott mit dem schwermütigen Herzen ihr ohnehin nicht mehr aus dem Kopf geht.

Doch jeder Pakt hat seinen Haken.

Inhaltsangaben und Content Notes gibt es ganz auf dieser Webseite.

Das Urban-FUNtasy Universum

Tatsächlich war die magische Welt enthüllt und niemandem fiel es auf. Von dem übernatürlichen Treiben der thaumaturgischen Gesellschaft bekam der normale Mensch nur wenig mit. Vampire feierten dank Büchern und Filmen ein gelungenes Comeback und erfreuten sich großer Beliebtheit. Dabei vergaß die Menschheit gerne die grausige Vergangenheit der Untoten und all die Probleme mit dem Blut, das sie benötigten. Manch einer munkelte, die Vampire hätten die kitschigen Romanzen und schmalzigen Romane selbst verfasst, damit sie endlich ins Rampenlicht treten konnten, doch welcher Blutsauger schrieb schon freiwillig ein Buch über einen glitzernden Dracula?

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Aber wenn es um die einfachen Wesen ging, wie Kobolde, letzte Einhörner und verfaulende Zombies, dann sah der Mensch durch sie hindurch, grüßte sogar den Oger aus der Nachbarschaft freundlich und wunderte sich nur über den kräftigen Händedruck. Für das Outing des heimischen Gartenkobolds hatte niemand eine Pressekonferenz einberufen und er fand auch keine Erwähnung in Lehrbüchern. Er war irrelevant und uninteressant, sogar für die magische Gemeinschaft. Dabei stellten viele Leute billige Tonkopien der Kobolde liebevoll in ihren Gärten auf. Mit kleinen Gießkännchen und Schubkarren. Nun, ein echter Gartenkobold nutzte solche Geräte allenfalls zum Töten.

Den Zeitungen über Kornkreise, sprechende Katzen und brennende Betten glaubte niemand – wenn, dann hielt sich der Mensch an einer flachen Erde, Akasha-Säulen aus Plastik und Echsenmenschen auf. Was in den Ohren einer Hexe viel verrückter klang als das Rumpelstilzchen. Das hatte wirklich einst existiert, oder tat es noch. Das wusste niemand so genau.

Zudem gab es kaum Hexende – daran war nicht nur die Kirche mit ihren Hexenjagden schuld – diese Art Begabung war einfach selten. Auch in anderen Teilen der Welt, fern des christlichen Einflusses, waren sie rar. Deshalb war ihre gezwungene Aufpasserrolle auf übernatürliche Wesen besonders fordernd.

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Zombies fanden sich leider haufenweise, wortwörtlich zu verstehen, denn nicht jeder Untote wankte durch die Straßen. Manchmal waren es nur Körperteile, aufgetürmt zu Hügeln, die mit dem Zucken nicht aufhören wollten. Und so lange niemand die Papiere unterschrieb, durfte man die modrigen Überreste nicht verbrennen. Meistens hing die Familie noch an ihnen, auch das teilweise wortwörtlich. Untote erschufen sich nicht von selbst. Es gab genug Scharlatane, die in ihren TV-Sendungen die Wiederbelebung von schmoddrigen Zombies versprachen. Und es waren verzweifelte Angehörige, die auf einen solchen falschen Magier hereinfielen. Teleshopping zur Festtagszeit war kaum zu ertragen:

„Für nur 299,99 erhalten Sie unser praktisches DIY-GräberExUndRaus-Paket, gratis dazu gibt es Schlafmaske und Duftspray. Dieser Deal gilt nur noch heute! Bringen Sie Oma und Opa zurück an den Weihnachtstisch!“

Kümmerten sich Bewährungshexende um solche selbstverschuldeten Zombies, dann waren die fauligen Gesellen der angenehme Part des Jobs. Die Familien dahinter, die Lebenden – das bedeutete immer Ärger, und Ärger führte zu Formularen, Formulare zu Anträgen, Anträge zu Aktenordnern, Heftern, Büroklammern, Stempeln, Abteilungen, Bewilligungen, Telefonaten. Am Ende stand man vor wütenden Angehörigen und schuld war die Bürokratie.

Einige sehen das als eine Strafe dafür, dass diverse Hexen früher ihre Macht missbraucht hatten. Ihnen war es zu verdanken, dass es Portale für Dämonen gab, der Vampirfluch existierte, Werwölfe den Mond anheulten und so vieles mehr. Irgendwie waren die Hetzjagden und die Scheiterhaufengeschichte verständlich, unglücklicherweise konnten nur Hexende ihre Hexereien aufheben. Alle Übriggebliebenen stellte man deshalb automatisch in den Staatsdienst. Eine wundervolle Methode, ihre Macht zu kontrollieren.

  • Stell dir vor, alle Mythen und Sagen sind wahr - genau so bananas ist das Worldbuilding

  • Es geht um Liebe, aber nicht nur um Romantik, sondern auch der Liebe zu sich selbst

  • Violets Charakterentwicklung steht im Buch zu Beginn im Fokus

  • Eine Wasserhexe, die mit ADHS und Autismus struggelt - nein, dafür gibt es keinen Zauberspruch

  • Wesen mit den unterschiedlichsten Eigenschaften finden zusammen und supporten sich

  • Meine Charaktere sind so divers wie mein Umfeld

  • Das Buch hat seinen Humor, ist aber keine Sitcom, wie Mona es war

  • Wenn emotionale Entwicklung und Verlieben aufeinandertreffen, wird es kitschig

  • Violets Vergangenheit und ihre Sehnsüchte machen sie sehr melancholisch

  • Thanatos ist ein Totengott und das Thema Tod zieht sich durch die ganze Geschichte

  • Drama ja, aber: kein Streit, keine Missgunst, keine Eifersuchtsanfälle oder Missverständnisse

  • Es zerreißt den ein oder anderen Zombie, Verletzungen werden grob beschrieben

Inhaltsmeter

Urban Fantasy
Romance
Charakterentwicklung
Leben mit ADHS / Autism
Found-Family
Divers & Cozy Queer
Humor
Kitsch
Melancholie
Tod
Drama
Gewaltdarstellung

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Gewichtung der Inhalte

Achtung: Mild Spoiler

Detailliertes Beschreiben und Erleben von: Burn-out, Depression, ADHS, Autismus, Todessehnsucht, Verlust, Angst, Panik, Hilflosigkeit, Selbstaufgabe, Zombies und bisschen Body-Horror, Diskriminierung.

Erwähnung von: häuslicher Gewalt, toxischen Ex-Beziehungen, Folter, Freiheitsberaubung.

Kapitel 24 enthält eine mäßig detaillierte einvernehmliche Sexszene.

Kontext und Trigger der einzelnen Charaktere:

Der Hauptcharakter Violet hat aufgrund von Überarbeitung, zu vielen nicht verarbeiteten Vorleben, Überstrapazierung ihrer Möglichkeiten im Rahmen von ADHS und Autismus einen neurologischen Burn-out. Dessen ist sie sich bewusst, arbeitet aktiv daran, neue Wege für sich zu finden, und wird im Laufe des Buches immer wieder entsprechende Erkenntnisse für sich gewinnen. Ganz ohne Verzweiflung geht das natürlich nicht vonstatten. Violet hat einige Trigger, die mehrfach im Buch vorkommen.

Der andere Hauptcharakter des Buches hat eine hyperfunktionelle Depression, und es gibt Szenen, in denen diese emotional und thematisch zum Tragen kommt – er getriggert wird. Er wird mit dem jedoch nicht allein gelassen und diese Momente werden bewältigt.

Das Buch behandelt das Thema Tod auf viele verschiedene Arten und Weisen. Auch wenn die Hauptcharaktere eine gewisse Sehnsucht nach dem Ende ihres Kummers verspüren, ist der Tod für sie eigentlich keine Option. Es wird vielmehr nach den schönen Dingen des Lebens gestrebt – jedoch findet das immer wieder im Zusammenhang mit depressiven Gedanken statt. All das wird stets aufgelöst und gewandelt.

Zudem sterben im Buch Personen, sowohl gezeigt als auch nur erwähnt.

Sexismus, Ableismus, Diskriminierung, Rassismus, Queerfeindlichkeit finden Erwähnung, aber nicht im Erleben, sondern nur in der Kritik von Charakteren am System. Es gibt lediglich kleine Szenen, in denen die Auswirkungen unserer Gesellschaft spürbar sind, da nahezu alle Charaktere von Diskriminierung betroffen sind.

Eine Person hat Erfahrung mit häuslicher Gewalt hinter sich, das wird jedoch nur zwischen den Zeilen erwähnt und in keiner Form beschrieben. Die Auswirkungen auf die Freundschaft zwischen Hauptcharakter und betroffenem Nebencharakter, die all das gemeinsam überstanden hat, sind aber noch spürbar und ihre Trigger entsprechend beschrieben.

Folter und Freiheitsberaubung werden nicht beschrieben, sondern auch nur erwähnt, haben aber emotionalen Einfluss auf ein Gespräch, einen Charakter und die Szene.

Die Sexszene kann einfach übersprungen werden. Sie ist zwar für die Charakterentwicklung und einige spätere Gespräche durchaus relevant, aber der Kontext sollte sich dort von selbst ergeben. Es wurde keine sonderlich explizite Sprache genutzt. Die Szene dient der Story und nicht der reinen Unterhaltung.

Fragen, Anmerkungen, Tippfehler gefunden etc.

Auch wenn gewisse Szenen erklärt werden sollen, bezüglich eventueller Trigger etc. einfach anschreiben